Der April ist traditionell ein guter Monat für Aktien – das zeigte sich auch unlängst wieder. Insbesondere in den USA sind die Bewertungsniveaus zuletzt gestiegen. Eine größere Korrektur hält Berenberg-Chefanlagestratege Bernd Meyer dennoch für unwahrscheinlich. Zum einen, weil nach wie vor mehr als 4 Billionen US-Dollar an trockenem Pulver in US-Geldmarktfonds vorhanden sind. Zum anderen, weil "systematische Aktienstrategien wenig Aktienquote fahren, was die Fallhöhe eines etwaigen Abverkaufs begrenzen dürfte", sagt Meyer.

Dafür verantwortlich sei neben der erhöhten Anleihevolatilität unter anderem die wachsende Korrelation zwischen Aktien und Anleihen. Berenberg beobachtet zudem eine sinkende Volatilität bei Aktien. Das spreche dafür, dass systematische und teilweise auch diskretionäre Strategien in Zukunft wieder mehr Aktien nachfragen dürften. "Das sollte die Märkte weiter unterstützen", prognostiziert Meyer. Trotzdem bleibe es wichtig, dass die Unternehmen die Gewinnerwartungen erfüllen. Die kommende Berichtssaison dürfte daher das Geschehen an den Märkten bestimmen. (fp)