Die Welt sorgt sich um das Klima und hat den Umweltschutz ganz nach oben auf die politische Agenda gesetzt. Das schafft eine Vielzahl neuer Anlagemöglichkeiten für Investoren, ist Wolfgang Fink, Deutschlandchef der US-Investmentbank Goldman Sachs, überzeugt. "Unsere Aktienstrategen sprechen beim Thema Nachhaltigkeit sogar von der größten Investitionsgelegenheit der nächsten 20 bis 30 Jahre", sagte Fink der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (FAS).

Investoren müssen sich auf gewaltige Vermögensverschiebungen gefasst machen, warnte jüngst der US-Vermögensverwalter Blackrock. Im FAS-Interview gibt sich Fink zwar etwas moderater, doch auch er sieht Veränderungen nahen. "Wer CO2-Emissionen reduzieren will, muss ihnen einen Preis geben, etwa über Steuern oder Zertifikate. Einige Vermögensgegenstände werden dadurch an Wert verlieren oder relativ gesehen teurer werden", sagte der Vorstandschef.

Neue Technologien fördern
Das heißt aber nicht, dass Investoren nun alles abstoßen müssen, was ökologisch bedenklich ist. "Nicht jede Technologie lässt sich eins zu eins ersetzen, also wird sie weiter gebraucht. Vielmehr geht es darum, Innovationen und neue Technologien zu fördern", sagte Link. Fluggesellschaften etwa würden seit Jahren daran arbeiten, ihre Flotten zu modernisieren und fossile Treibstoffe durch alternative oder synthetische zu ersetzen. Anleger sollten in Unternehmen investieren, die "die ökologischen Herausforderungen annehmen und damit Teil der Lösung sind." (fp)