Alan SuppleAlan Supple, Portfoliomanager des BNY Mellon Global Property Securities Fund, beleuchtet globale Immobilien vor dem Hintergrund anhaltender wirtschaftlicher Unsicherheiten. Seiner Ansicht nach hat sich der globale Immobilienmarkt in diesem Jahr bis dato gut gehalten, die Anlagekategorie einen gewissen Schutz gegen Inflation verschafft und Chancen sowohl in den entwickelten Ländern als auch in den Emerging Markets bietet.

"Trotz der anhaltenden wirtschaftlichen Ungewissheit haben sich die globalen Aktienmärkte dieses Jahr bisher gut behauptet. Auch der Immobilien-Wertschriften-Markt war relativ stabil. Sowohl globale als auch US-amerikanische Real-Estate-Investment-Trusts (REITs) erzielten positive Erträge, da die Fundamentaldaten für Immobilien sich weiterhin verbessern und Investitionen in diese Anlageklasse zunehmen", meint Supple.

Kombination aus Wunsch nach Einkommen und gleichzeitigem Inflationsschutz
Vielerorts stellt sich die Frage, wie der Immobilienmarkt die großen weltweiten Schocks anscheinend unbeschadet übersteht. Laut Supple liegt die Antwort in der Kombination aus dem Investorenbedürfnis nach Einkommen und dem gleichzeitigen Wunsch nach Schutz gegen die zerstörerischen Auswirkungen einer Inflation. "Investoren gehen größere Risiken ein, um im momentanen und wahrscheinlich anhaltenden Tiefzins-Marktumfeld höhere Gewinne zu erzielen. Unterstützt vom Quantitative-Easing-Programm der US-Notenbank fliessen grosse Geldmengen in den Markt. Dadurch stieg der weltweite Risikoappetit in nahezu allen Anlageklassen enorm an, speziell bei materiellen Vermögenswerten wie den Immobilen", so der BNY Mellon Manager.

Nach Meinung von Supple werden mit den kurzfristigen US-Treasury-Zinsen, die nahe bei Null liegen, zudem die Wirtschaftsdaten Aktien mit hohen Dividendenausschüttungen begünstigt: "Diese Anlageklasse profitiert oftmals von der Suche der Investoren nach einkommensgenerierenden Anlageklassen. REITs hingegen profitieren davon, dass sie zu den meisten anderen Anlageklassen nur eine geringe Korrelation aufweisen und gleichzeitig eine diversifizierte Ertragsquelle darstellen. Außerdem weisen auch REITs Potenzial für attraktiven Wertzuwachs im Portfolio auf."

Sparmaßnahmen gefährden GDP-Wachstum
Angesichts der Regionen mit tiefem bis bescheidenem Marktwachstum innerhalb des globalen Immobilienmarktes wie die USA, UK und Europa, erwartet Supple steigende Miet- und Leerbestandquoten. Er geht ebenso davon aus, dass die spekulative kommerzielle Entwicklung gemäßigt bleibt und dass Kaufgelegenheiten dann entstehen, wenn die Banken sich mit verzögerten Re-Investitionsentscheiden abfinden. "Grundsätzlich behalten wir unseren positiven Ausblick bezüglich Immobilienerträge für das Jahr 2011 bei. Anleger sollten trotzdem vorsichtig bleiben. Auch wenn wir keine Double-Dip Rezession erwarten, glauben wir, dass die Sparmaßnahmen das GDP-Wachstum im zweiten Halbjahr gefährden und die Immobilienerträge beeinträchtigen könnten", warnt der Experte.

"In den starken Wachstumsmärkten wie Asien oder Südamerika hingegen können Investoren unseres Erachtens verlockende Opportunitäten finden, gestützt durch das starke Wirtschaftswachstum und den demografischen Gegebenheiten. Doch auch hier sollten Anleger sich der Risiken bewusst sein, zu denen die Inflation, massive Geldaufwertung und Volatilität als Folge einer von den Regierungen unterstützen Inflationsbekämpfungs-Politik gehören", so Supple abschliessend. (mb)