Erst hatte er kein Glück, dann kam auch noch Pech dazu: Ex-Hedgefondsmanager Marko Dimitrijevic sieht sich mit dem Vorwurf der US-Wertpapieraufsichtsbehörde SEC konfrontiert, seine Geldgeber mit irreführenden Angaben über Jahre hinweg in trügerischer Sicherheit gewogen zu haben. Der 60-Jährige hatte seinen Kunden stets mitgeteilt, dass er keine konzentrierten Positionen in einzelnen geografischen Regionen einnehmen werde, nachdem er 1998 in Russland enorme Verluste erlitten hatte. Dann ging er jedoch eine erhebliche Wette gegen den Schweizer Franken ein.

Die Position machte zu einem bestimmten Zeitpunkt bei einem seiner Fonds mehr als das Neunfache des Bruttovermögens aus. Everest-Kundeninformationen wiesen jedoch ein deutlich niedrigeres Bruttoengagement des Fonds zwischen 155 und 185 Prozent aus. Der Grund: Währungswetten waren von den Berichtsgepflogenheiten ausgeklammert, so die SEC.

Das Franken-Geschäft ging für Dimitrijevic nach hinten los, als die Währung an einem einzigen Tag im Januar 2015 gegenüber dem Euro um mehr als 30 Prozent zulegte. Dieser sprunghafte Anstieg schockierte die Händler und sorgte für Verwerfungen an den globalen Finanzmärkten. Die Bewegung wurde durch die überraschende Entscheidung der Schweizerischen Nationalbank ausgelöst, den Franken frei zum Euro schwanken zu lassen. Dimitrijevic und Everest geben die SEC-Feststellungen weder zu noch streiten sie sie ab. Sie erklärten sich bereit, eine Strafe in Höhe von 750.000 Dollar sowie Zinsen in Höhe von 2,5 Millionen Dollar zu zahlen. (kb/ps)