Die Zukunft vorherzusagen ist immer schwierig, wenn nicht gar unmöglich. Das gilt auch für die Finanzmärkte. Dennoch sollten Anleger drei große Risiken für das Jahr 2022 im Blick haben, empfiehlt der Vermögensverwalter Generali Investments.

Zu den Hauptgefahren für die Börsen im kommenden Jahr zählt das Research-Team erstens "politische Fehler, die finanziellen Schaden anrichten könnten" und zweitens eine ungeordnete Energiewende. Sie könnte "zu einem sprunghaften Anstieg der Preise ausgewählter Rohstoffe führen", befürchten die Experten. Zudem sollten Anleger mit einer neuen bösartigen Corona-Variante rechnen, die dem bestehenden Impfschutz entgeht. "Das Risiko einer gefährlichen Variante bleibt bestehen", meint das Research-Team.

Niedrigere Erträge erwartet
Die Kapitalmarktexperten gehen aber davon aus, dass die bestehenden Impfstoffe immerhin das Risiko schwerer Fälle mindern und neue Medikamente gegen das Coronavirus bereits auf dem Weg sind. Somit sei es wahrscheinlich, dass sich das soziale und wirtschaftliche Leben im Jahr 2022 wieder normalisieren wird. "Diese Erholung baut auf Konsumausgaben und Investitionen auf", sagen die Generali-Investment-Experten. 

Geldpolitisch könnte das kommende Jahr schwieriger sein als das laufende. Die langsame Abschaffung der expansiven Geldpolitik dürfte die Erträge an den Aktienmärkten senken, so die Prognose. Außerdem wird die durchschnittliche Volatilität im Jahr 2022 deutlich höher sein als noch 2021, da die Zentralbanken im Kampf gegen die Inflation wachsam sein müssten. (fp)