Wenn es an den Märkten turbulent zugeht, schlägt die Stunde der Hedgefonds – eigentlich. Die Manager wetten auf fallende Kurse und konnten damit jüngst ansehnliche Gewinne erzielen. Bis Ende August erwirtschaftete die Branche im Schnitt eine Rendite von 7,80 Prozent, berichtet der Informationsdienst Hedge Funds Research (HFR) nach Informationen des "Handelsblatts". Für die Hedgefonds ist es aus Performancesicht das beste Halbjahr seit Beginn der Finanzkrise.

Doch vielen Anlegern konnten es die Manager dennoch nicht recht machen. Geldgeber zogen nach Berechnungen des Analysedatenanbieters eVestment in den ersten sieben Monaten rund 55,9 Milliarden US-Dollar aus den Produkten ab. Auch im vergangenen Jahr schrumpfte die Branche schon – allerdings fielen die Abflüsse mit 37,2 Milliarden US-Dollar etwas geringer aus, berichtet das Handelsblatt.

Großinvestoren springen ab
Viele Großinvestoren beäugen die Produkte mittlerweile mit Argwohn. Das zeigt unter anderem eine Umfrage des Bundesverbands Alternative Investments (BAI) unter 74 Anlegern, die zusammen rund 900 Milliarden Euro verwalten. Während Bereiche wie Infrastruktur, Immobilien und Private Equity sich weiterhin großer Beliebtheit erfreuen, zeigen sich die befragten Investoren bei Hedgefonds zurückhaltend. Vielfach ist keine Allokation geplant, einige Großanleger wollen ihr Engagement sogar weiter reduzieren. (fp)