Wie verseucht ist unser Geld? Und finden sich auf Euro-Scheinen mehr gefährliche Bakterien als auf US-amerikanischen Dollar-Noten? Der Heidelberger Universitätsprofessor Andreas Voß, sein Sohn Timothy und ihr Wissenschaftskollege Habip Gedik haben diese Frage in einer Studie untersucht – mit Bravour, urteilte die Jury des Ig-Nobelpreis. Der Preis wird jährlich an Studien vergeben, die "erst zum Lachen und dann zum Nachdenken anregen". 

Das Team um Andreas Voß gewann mit seiner kuriosen Studie zum Papiergeld in der Kategorie Wirtschaft, berichtet das Online-Nachrichtenportal N-TV. "Geldscheine, die sich klebrig oder dreckig anfühlen, müssen nicht verseucht sein", sagte Timothy Voß in seiner Dankesrede. Dennoch zeige die Studie, dass einige Währungen wohl anfälliger sind für Bakterienbefall als andere. "Der rumänische Leu und der US-Dollar gehörten zu den schlimmsten Währungen. Bei denen können wir euch nur den Rat geben: Faltet sie zu Papierfliegern und werft sie gleich weg."

Kinderspucke, Wickelmaschinen, Wombat-Kot
Auch in der Kategorie Psychologie konnte ein Deutscher die Jury überzeugen. Der Wissenschaftler Fritz Strack von der Universität Würzburg fand heraus, dass es Menschen zum Lächeln bringt, wenn sie einen Stift im Mund halten. Andere Preisträger beschäftigten sich mit Kinderspucke, Wickelmaschinen und würfelförmigem Wombat-Kot. Die traditionell klamaukig-schrille Gala fand in der Nacht zum Freitag (13. September) zum 29. Mal statt. (fp)