Das Geldvermögen der Bundesbürger ist im vergangenen Jahr überschlägig gerechnet um sieben Prozent auf 7,7 Billionen Euro gestiegen. Das zeigen neueste Kalkulationen der DZ Bank, über welche unter anderem die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) berichtet. Hauptantriebsmotor für den stattlichen Vermögensaufbau war laut DZ-Bank-Ökonom Michael Stappel die extrem hohe Sparrate von mehr als 15 Prozent. Noch höher lag diese lediglich im ersten Corona-Jahr 2020 mit einem Rekordwert von 16,1 Prozent. Kontoguthaben und Bargeldvorräte summierten sich mit Ende 2021 auf insgesamt drei Billionen Euro – ein Plus von 140 Milliarden Euro.

Hinzu kamen, und das ist das eigentlich Erstaunliche, kräftige Börsengewinne, an denen nach chronischer Abstinenz endlich immer breiter werdende Bevölkerungsschichten teil hatten: Sie betrugen rund 130 Milliarden Euro. 

Zwar lässt der Großteil der deutschen Privatanleger seine Ersparnisse in Absolutbeträgen ausgedrückt wider besseren Wissens auf dem Konto versauern, ausgelöst durch den corona- respektive lockdownbedingt erzwungenen Konsumverzicht. Vor allem Jüngere hat aber das Investmentfieber gepackt: Die Zahl der Wertpapierdepots ist zwischen September 2019 und September 2021 um stolze 3,9 Millionen auf 27,1 Millionen gestiegen.

Mit Blick aufs neue Jahr sagt Stappel gegenüber dem "Handelsblatt": "Der Geldvermögensanstieg wird 2022 durch eine niedrigere Sparquote zwar etwas schwächer ausfallen als im Vorjahr, doch dafür sollte der Aufschwung die Kursentwicklung an den Börsen unterstützen und erneut zu Wertzuwächsen des privaten Geldvermögens beitragen." (fp)