Es gibt viele Gründe, die Fondsmanager derzeit die Laune verderben. Die ewige Niedrigzinspolitik der Notenbanken zum Beispiel. Oder die wachsende Beliebtheit von passiven Strategien auf Kosten aktiver Fonds. Zumindest beim Gehalt können sich Asset Manager aber nicht beschweren: Sie zählen zu den am besten verdienenden Berufsgruppen Deutschlands, zeigt eine aktuelle Analyse des Vergleichsportals Gehalt.de, die der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ) vorliegt.

Demnach verdienen Portfolioverantwortliche im Durchschnitt 86.434 Euro brutto im Jahr. Damit liegen sie auf Platz zwei der Bestverdiener. Allein Oberärzte erzielten unter Akademikern mit 117.545 Euro brutto ein noch höheres Jahresgehalt. Bronze im Ranking sichern sich Key-Account-Manager und Fachärzte. Sie kommen auf durchschnittlich 81.000 beziehungsweise 80.537 Euro.

Große Verantwortung, viel Arbeit
Für das Ranking wertete das Vergleichsportal mehr als 224.000 Datensätze der vergangenen zwölf Monate aus und ermittelte die zehn Berufe für Akademiker und Nichtakademiker mit dem jeweils höchsten und dem niedrigsten Bruttoeinkommen. "Berufe in der Medizin- und Finanzdienstleistungsbranche werden besonders gut vergütet. Das Gehalt dient auch als Kompensation für die große Verantwortung und den hohen Arbeitsaufwand in diesen Bereichen", zitiert die FAZ Philip Bierbach, Geschäftsführer von Gehalt.de. Zu den Akademikerberufen, die deutschlandweit am schlechtesten vergütet werden, gehören Grafiker und Werbedesigner. Sie kommen durchschnittlich auf 35.000 und 36.885 brutto im Jahr. (fp)