Es geht rund an den globalen Anleihemärkten, die derzeit eine rasante Neubewertung erfahren. "Geschwindigkeit und Dynamik gehen weit über den Durchschnitt an Kursschwankungen hinaus", erklärt Marcus Hüttinger, Kapitalmarktstratege bei der Fondsboutique Gané, in seinem neusten Marktkommentar der Reihe "Gané Express". So hat der Renditeanstieg an den Rentenmärkten der G-10-Industriestaaten selbst bei vermeintlich risikoarmen Staatsanleihen zu massiven Kursverlusten geführt.

Renditen schnellen nach oben
Die Rendite der zehnjährigen britischen Gilts kletterte seit Ende Februar 2026 zwischenzeitlich von rund 4,2 Prozent auf 5,2 Prozent. "Die Verzinsung von 30-jährigen Papieren vollzog einen Anstieg von fünf Prozent auf über 5,8 Prozent", erinnert Hüttinger. In den USA expandierte die zehnjährige Benchmark-Rendite von vier Prozent auf über 4,6 Prozent. Bei den 30-jährigen US-Treasuries markierte der Anstieg von 4,6 Prozent auf 5,2 Prozent sogar den höchsten Stand seit Juli 2007. Und selbst in Japan, dem bei vielen Marktteilnehmern noch immer gedanklich verankerten Niedrigzinsregime, avancierte die Rendite der zehnjährigen Staatsanleihen von 2,2 Prozent auf 2,8 Prozent, während die 30-jährige Rendite von 3,2 Prozent auf 4,1 Prozent nach oben schnellte.

Drei fundamentale Treiber
"Diese historischen Renditeanstiege gehen mit drei fundamentalen Treibern einher", erläutert Hüttinger. "Sie verdeutlichen, warum aus unserer Sicht das Risiko-Rendite-Profil langlaufender Anleihen auch weiterhin unvorteilhaft bleibt und warum wir bei festverzinslichen Papieren unverändert im Risk-off- Modus verbleiben", so der Experte. Um zu erfahren, um welche Treiber es sich handelt, klicken Sie sich einfach durch unsere Bilderstrecke oben. (am)