"Game Changer": Wie Finanzprofis Takaichis Sieg in Japan bewerten
Mit vorgezogenen Neuwahlen hat sich Japans Premierministerin Sanae Takaichi die Macht gesichert – und wie. Nicht nur im Volk, auch an der Börse kommen ihre Pläne gut an. Doch aus der Finanzwelt gibt es auch skeptische Stimmen. FONDS professionell ONLINE hat sich umgehört.
Die Börse in Tokio hat ihre Gewinne auch am dritten Tag nach Sanae Takaichis Wahlsieg ausgebaut. Der Nikkei 225 stieg am Mittwoch (11.2.) um 2,3 Prozent auf 57.650 Zähler, der Topix um 1,8 Prozent auf 3.857 Punkte – beide Indizes bauten damit ihre bereits in den Vortagen erreichten Rekordstände aus.
Takaichi hatte sich mit ihrer Liberaldemokratischen Partei (LDP) am Sonntag (8.2.) einen historischen Wahlsieg und das deutlichste Mandat der japanischen Nachkriegsgeschichte gesichert. Mit einer Zweidrittelmehrheit ihrer Partei im Parlament erhält Japans Premierministerin grünes Licht für ihre Vorhaben. Sie plant beispielsweise, die Verteidigungsausgaben zu erhöhen und die Mehrwertsteuer auf Lebensmittel zu senken, hat andererseits aber auch fiskalische Disziplin versprochen.
Ruhe am Rentenmarkt
Vor der Wahl hatten viele Marktbeobachter damit gerechnet, dass Takaichi Widerstand von den Finanzmärkten droht. Doch die Investoren geben der Wahlsiegerin einen Vertrauensvorschuss: Die befürchteten Turbulenzen an den Währungs- und Staatsanleihenmärkten blieben bislang aus, trotz des Risikos weiter steigender Schulden. In der Bilderstrecke oben hat FONDS professionell ONLINE einige Einschätzungen von Fondsmanagern, Ökonomen und Anlagestrategen zusammengetragen – einfach weiterklicken! (Bloomberg/bm/ert)














