In diesem Jahr war der Black Friday nicht nur ein Tag des Schnäppchenjagens, sondern für Anleger wahrlich ein schwarzer Tag, denn die Börsen korrigierten erstmals seit Langem nach unten. Ursache für die Marktunruhen ist die neu entdeckte Omikron-Variante des Coronavirus. "Die Märkte sind besorgt über die Ausmaße der vierten Welle", kommentiert Christoph Mertens, Mitglied des Managementgremiums des FFPB Dividenden Select der Fürst Fugger Privatbank, das Geschehen. "Es mehren sich die Befürchtungen vor harten Maßnahmen, die wiederum Nachteile für die Wirtschaft bedeuten." 

Doch all das sei längst kein Grund zur Panik. Einen veritablen Crash hält der Börsenprofi nämlich derzeit für unwahrscheinlich. Noch sei die Volatilität auf einem moderaten Niveau. Im Gegenteil: Aus Mertens‘ Sicht ist die Korrektur eine normale Entwicklung. "Im ganzen Jahr 2021 gab es bisher noch keine nennenswerte Korrektur im Bereich von 10 Prozent", sagt der Experte. "Die fast ununterbrochene, historisch lange Aufwärtsbewegung im S&P 500 verträgt längst eine gesunde Korrektur."

Erneut Corona-Verlierer- und Gewinner
Derzeit leiden besonders diejenigen Titel, die bereits in der ersten Pandemiewelle an Umsatzeinbußen litten. Umgekehrt sind die Profiteure der Pandemie, wie etwa Impfstoffhersteller Biontech und Pfizer, besonders gefragt. Anlegern bieten sich entsprechend derzeit auch attraktive Möglichkeiten, "Gewinne zu realisieren und im Portfolio die Weichen für 2022 zu stellen", empfiehlt Mertens. (fp)