Die Pandemie scheint endlich auf ein Ende zuzusteuern, die Zuversicht innerhalb der Bevölkerung steigt mit der Anzahl der Erstimpfungen an. Diese positive Entwicklung sorgt unter anderem dafür, dass die Konjunkturdaten weltweit kräftig anziehen. "Die Werte der Einkaufsmanagerindizes erreichen Spitzenwerte", sagt Fondsprofi Robert Beer. Aufgrund der hohen Nachfrage und den gleichzeitig niedrigen Lagerbeständen komme es bei vielen Vorprodukten zu Knappheit und entsprechenden Preissteigerungen. In den USA kommt ein Mangel an Arbeitskräften hinzu. Die globale Wirtschaft nimmt an Fahrt auf, weiterhin befeuert durch die Konjunkturprogramme der Regierungen und die ultralockere Geldpolitik der Notenbanken. 

Das tut auch den Märkten gut. "Zinsen bei null sind keine Konkurrenz für die Aktien und es ist enorm viel Kapital vorhanden, das auf niedrigere Kurse hofft, weil es in den Markt möchte", sagt Beer. Seiner Meinung nach spricht viel dafür, dass die Kurse in den kommenden Monaten weiter steigen. "Von einer Euphorie bei den Standardaktien ist nach wie vor keine Spur zu sehen", sagt der Fondsprofi. 

Blue Chips lohnen sich
Für besonders attraktiv hält Beer die europäischen Blue Chips, da diese Werte stark vom Welthandel profitieren, gleichzeitig aber wesentlich moderater bewertet seien als die amerikanischen Highflyer. Nichtsdestotrotz bleibt ein Restrisiko bestehen – an den Märkten kann es schließlich immer wieder zu unvorhergesehenen Ereignissen und kleineren, temporären Korrekturen kommen, mahnt der Portfoliomanager. (fp)