Fondsmanagerin: Schwellenländeranleihen können die bessere Wahl sein
Während die Industriestaaten immer höhere Schuldenberge auftürmen, punkten Schwellenländer mit Wachstum und geringer Verschuldung. Das macht Emerging-Markets-Anleihen zu einer sinnvollen Beimischung, meint Andrea Dendorfer von der Fürst Fugger Privatbank.
Die rasant steigende Staatsverschuldung verdüstert die Aussichten für langlaufende Anleihen der Industrieländer. Anleihen aus Schwellenländern können nach Meinung von Andrea Dendorfer, Fondsmanagerin bei der Fürst Fugger Privatbank, eine interessante Option darstellen.
Fundamentaler Vorteil
Das Bild der volatilen Schwellenländeranleihe, die anfällig für politische Krisen oder Währungsturbulenzen ist, befindet sich im Wandel, sagt die Fondsmanagerin: "Schwellenländer sind wirtschaftlich besser aufgestellt als früher und weisen robuste Fundamentaldaten auf." Die Staatsverschuldung der Schwellenländer liege im Durchschnitt unter dem Niveau der G7-Staaten, was ihren Refinanzierungsbedarf verringert.
Sinnvolle Beimischung
Auch die zusätzliche Beimischung sogenannter Frontier Markets sei einen Blick wert. So biete etwa Rumänien hohe Renditen, das Potenzial eines Beitritts zur Eurozone und führe Maßnahmen zur Reduzierung des Haushaltsdefizits durch.
Dendorfer sagt: "Zwar verfügen Schwellenländer weiterhin über ein höheres politisches und wirtschaftliches Risiko, aber insgesamt sehen wir Anleihen aus Schwellenländern als sinnvolle Beimischung in einem globalen Rentendepot." (jh)















