Börsenkorrekturen sind zwar unvermeidbar, historisch gesehen eröffneten sie für langfristig orientierte Anleger aber auch immer Kaufgelegenheiten, sagt Schoellerbank-Invest-Fondsmanager Akhil Dhawan. Wer in solchen Phasen Ruhe bewahre, könne attraktive Einstiegskurse nutzen oder bestehende Positionen gezielt ausbauen und dadurch seinen durchschnittlichen Einstandspreis senken – auch bekannt als Cost-Average-Effekt. Ein entscheidender Vorteil sei es jedoch, wenn das Portfolio bereits vor turbulenten Marktphasen solide aufgestellt wurde.

Qualität zahlt sich aus
"Wer in hochqualitativen Unternehmen investiert ist, kann auch in unsicheren Zeiten gelassener bleiben und ruhig schlafen", so der Fondsmanager. Genau hier kommen laut Dhawan drei zentrale Eigenschaften ins Spiel, die erfolgreiche Investments auszeichnen: Erstens sollten Unternehmen über eine robuste Bilanz verfügen. Eine solide Kapitalstruktur und ausreichend Liquidität ermöglichten es, auch längere Krisen ohne existenzielle Schwierigkeiten zu überstehen. Zweitens sei ein sogenannter Burggraben entscheidend – ein nachhaltiger Wettbewerbsvorteil, der es der Konkurrenz erschwert, Marktanteile zu gewinnen. "Unternehmen, die diese Kriterien erfüllen, haben gute Chancen, sich nach Marktturbulenzen schneller zu erholen", so Dhawan. "Häufig erreichen sie nicht nur ihre alten Höchststände, sondern setzen langfristig neue Maßstäbe und erzielen weiteres Wachstum."

Investieren heißt Diversifizieren
Dritter Punkt: "Erfolgreiche Investoren diversifizieren bewusst, um Chancen und Risiken zu managen. Eine robuste Portfoliokonstruktion ist der Schlüssel, um Risiken zu bewältigen", sagt Dhawan. Die Aufteilung eines Wertpapierportfolios auf verschiedene Anlageklassen wie Aktien, Anleihen, Rohstoffe oder Liquidität könne in einer ausgewogenen Mischung dazu beitragen, Verluste einzelner Positionen abzufedern. Das gelte sowohl nach Sektoren als auch Regionen. (jh)