Fondsmanager: Darum sind nachrangige Firmenbonds jetzt so attraktiv
Corporate Hybrids punkten mit hohen Renditen und gelten im Vergleich zu Nachranganleihen von Finanzinstituten als sicherer. Bei Swisscanto setzt man auf die Anlageklasse.
Die Aussichten für Nachranganleihen von Unternehmen erscheinen nach Meinung von Daniele Paglia, Credit-Portfoliomanager bei Swisscanto, vielversprechend. Corporate Hybrids bieten Anlegern relativ attraktive Zinsen, sind aber in der Kapitalstruktur gegenüber klassischen (vorrangigen) Unternehmensanleihen nachgeordnet.
Mehr Chancen, weniger Risiken
Paglia nennt mehrere Gründe, die für diese Anlageklasse sprechen. So wachse die Wirtschaft moderat, die kurzfristigen Zinssätze würden aller Voraussicht nach eher sinken, und die staatlichen Stimuli dürften insbesondere in Europa noch zunehmen. Zugleich seien die Fundamentaldaten von Firmen wie auch Konsumenten robust. Zudem sei am Markt reichlich Liquidität vorhanden, wie die Rekordsummen in Geldmarkt-Papieren belegen. Risiken sieht Paglia in den Handelsspannungen zwischen den USA und China und in der erratischen Politik des Weißen Hauses. Zur Komplexität trage auch die steigende US-Staatsverschuldung bei.
Investment-Grade-Emittenten im Blick
Nachrangige Anleihen von qualitativ hochwertigen Investment-Grade-Emittenten hält er für besonders attraktiv. "Diese Anleihen, die oft volatiler sind als vorrangige Anleihen, bieten meiner Meinung nach ein attraktives Risiko-Rendite-Verhältnis für Anlegerinnen und Anleger. Diese müssen allerdings bereit sein, Wertschwankungen auszuhalten", so der Portfoliomanager. Für Investoren könnten Corporate Hybrids dann einen attraktiven Renditeaufschlag bieten. (jh)















