Spitzenreiter des Monats Januar waren Südkorea-Fonds mit einem beeindruckenden Plus von 25,28 Prozent. Damit setzt sich die positive Entwicklung der vergangenen Monate fort: Über drei Monate liegt Korea mit 16,03 Prozent vorne, über ein Jahr sogar mit 71,17 Prozent. Die Rally dürfte mehreren Faktoren geschuldet sein: zum einen der zunehmenden Attraktivität koreanischer Technologiewerte, zum anderen möglichen Reformen zur Steigerung des “Korea Discount”, der strukturell niedrigeren Bewertung koreanischer Aktien im Vergleich zu anderen Märkten.

Auf Platz zwei rangieren Edelmetallfonds mit 15,98 Prozent Wertzuwachs im Januar. Die Ende des Monats einsetzende historisch Volatilität dürfte der Investmentwelt noch lange in Erinnerung bleiben. Dass es nach enormen Höhenflügen zu Rücksetzern kommt, ist nicht ungewöhnlich, allerdings fiel die Korrektur ebenso extrem aus wie der davor erfolgte Anstieg. Anleger müssen sich der jederzeitigen Möglichkeit solcher Kursschwankungen bei den Edelmetallen bewusst sein, auch wenn die langfristige Tendenz nach oben zeigt. Das einzig wirksame Rezept bleibt hier die vernünftige Gewichtung.

Indien gibt nach
Das Schlusslicht bildeten im Januar Indien-Fonds mit einem Minus von 6,80 Prozent. Über drei Monate verloren sie sogar 8,82 Prozent. Die Märktschwäche folgt auf eine längere Phase, in der Indien lange als Wachstumslokomotive Asiens galt. Als Gründe für die Schwäche sehen Marktkommentare die zunehmend ambitionierten Bewertungen.

Auffällig ist die Rotation aus Technologiewerten, die im Januar mit minus 1,73 Prozent zu den Verlierern zählten, obwohl sie über längere Zeiträume weiterhin glänzen. Ebenfalls bemerkenswert: US-Fonds bewegten sich mit plus 0,63 Prozent kaum von der Stelle, während europäische Märkte mit 2,62 Prozent etwas besser abschnitten.​​​​​​​​​​​​​​​​ (gf)


Über das FONDS professionell Fondsbarometer
FONDS professionell bringt seit Juli 2014 monatlich das FONDS professionell Fondsbarometer – eine Performanceübersicht der Mountain-View-Aktienfondsindizes gereiht nach ihrer Monatsperformance. Daraus wird ersichtlich, welche Fonds gerade "Rückenwind" haben und welche unter Kursverlusten leiden. Damit daraus eine brauchbare Information wird, zeigt die Darstellung auch, wie diese Fondskategorien (Länder, Regionen, Branchen und Themen) über andere Zeiträume abgeschnitten haben – drei Monate, sechs Monate, ein Jahr, drei Jahre sowie über fünf und zehn Jahre. Die jeweils zehn stärksten und zehn schwächsten Ergebnisse sind farblich hervorgehoben.
Das nächste Fondsbarometer erscheint Anfang März 2026.