Auch der zweite Monat des Jahres 2021 verlief für Aktienfondsbesitzer im Durchschnitt gut. Betrachtet man den Durchschnitt aller von Mountainview beobachteten Produkte, lag das Monatsplus bei fast 2,2 Prozent, sieht man sich nur "Aktienfonds Welt" an, sind es sogar 2,39 Prozent. Insgesamt beendeten 45 von 54 Fondskategorien den Monat mit einem Plus, nennenswerte Verluste zeigten nur Edelmetall- und Brasilienfonds.

Ebenfalls unter den schwächsten zehn Gruppen landete diesmal die Kategorie "Neue Energien". Die 19 in dieser Sparte erfassten Fonds wurden im Monatsvergleich um 3,7 Prozent billiger. Angesichts des hinter diesen Fonds liegenden Höhenflugs ist diese Gegenbewegung allerdings kein Grund zur Beunruhigung. Dass eine Sparte, die binnen eines Jahres 70 Prozent an Wert gewonnen hat, auch eine Korrektur erlebt, ist wenig überraschend. Bemerkenswert ist dabei allerdings der Umstand, dass dieses Minus in einer Periode entstand, in der konventionelle Energiefonds mehr als 13 Prozent zulegen konnten. Dies ist ohne Zweifel auf den Turnaround bei klassischen Energieträgern wie Erdöl und Erdgas zurück zu führen. In der Hoffnung auf eine Trendwende der Weltkonjunktur dank der fortgesetzten Impfbemühungen nimmt die Erdölnachfrage zu, die infolge der Pandemie von führenden Erdölländern wie Saudi Arabien gedrosselte Förderung wurde bisher jedoch noch nicht erhöht. Für die davon betroffenen Fonds bewirkte das im Februar neuerliche Kursgewinne, womit sich der seit Ende Oktober laufende Aufwärtstrend bei Energiefonds intakt bleibt.

Schwäche bei Edelmetallen hält an
Die Durststrecke, die Edelmetallfonds seit Mitte des Vorjahres durchleben, setzte sich auch im Februar weiter fort. Vor allem die Goldnotierungen liegen nun schon fast 20 Prozent unter den historischen Hochs, die 2020 erreicht wurden, was sich auch in den Kursen der Minenaktien niederschlägt die das Inventar der Fonds darstellen. Ob sich an der aktuellen Schwäche angesichts der aktuell aufflammenden Inflationssorgen etwas ändern wird, lässt sich nicht seriöse vorhersagen, kurzfristig wirkten sich die steigender US-Anleihenpreise jedoch bei den Edelmetallen – ebenso wie bei Aktien – eher negativ aus.

Rohstoffe legen zu
Abseits der Edelmetalle und Energieträger konnte im Februar Fonds zulegen, die in der Gruppe "Rohstoffe divers" geführt werden. Hier könnten einerseits Inflationssorgen und andererseits Konjunkturhoffnungen mögliche Kurstreiber sein, wobei die Notierungen von Industriemetallen wie Aluminium, Zinn oder Kupfer schon seit einem Jahr stetig nach oben tendieren.

Blickt man ein Jahr nach Beginn der Pandemie zurück, sieht man, dass abgesehen von Fonds, die in Neue Energie investieren, zwei südostasiatische Märkte die beste Performance lieferten: Taiwan legte fast 45 Prozent zu, das Plus bei Korea liegt ebenfalls bei mehr als 40 Prozent, nur knapp dahinter rangiert China mit 37 Prozent. Dass diese Staaten die Corona-Problematik am besten bewältigt haben, dürfte kein Zufall sein. Wenn man davon ausgeht, dass in den kommenden zwölf Monaten auch der Rest der Welt die Krise hinter sich gelassen haben dürfte, darf man hoffen, dass Aktien auch im vor uns liegenden Jahr ein gutes Investment bleiben. (gf)


Über das FONDS-professionell Fondsbarometer
FONDS professionell bringt seit Juli 2014 monatlich das FONDS professionell Fondsbarometer – eine Performanceübersicht der FIAP-Aktienfonds-Indizes gereiht nach ihrer Monatsperformance. Daraus wird ersichtlich, welche Fonds gerade "Rückenwind" haben und welche unter Kursverlusten leiden. Damit daraus eine brauchbare Information wird, zeigt die Darstellung auch, wie diese Fondskategorien (Länder, Regionen, Branchen und Themen) über andere Zeiträume abgeschnitten haben – 1 Monat, 3 Monate, 6 Monate, 1 Jahr, 3 Jahre sowie über 5 und 10 Jahre. Die jeweils zehn stärksten und zehn schwächsten Ergebnisse sind farblich hervorgehoben.
Das nächste Fondsbarometer erscheint Anfang Februar 2021.