MFS Investment Management bleibt der große Asset Manager, der mit den meisten Top-Fonds aufwarten kann. Bereits zum dritten Mal in Folge landet die Gesellschaft auf Platz 1 der Auswertung der Ratingagentur Scope. Diese bewertet nicht nur regelmäßig die in Deutschland zugelassenen UCITS-Fonds, sondern auch die Anbieter: Je mehr Fonds mit Top-Note eine Gesellschaft feilbietet, desto besser ihr Sortimentsrating. AlsTop-Note zählt ein A- oder B-Rating auf der Scope-Skala von "A" bis "E". 

Die US-Gesellschaft ist laut Pressemitteilung der einzige große Anbieter, der eine Top-Rating-Quote von mehr als 60 Prozent vorweisen kann: 16 der 26 bewerteten MFS-Fonds sind der Agentur zufolge spitze (siehe Tabelle 1). Scope zufolge haben aber immerhin acht weitere Vermögensverwalter eine Top-Fonds-Quote von mehr als 50 Prozent, Vontobel Asset Management auf Platz 10 kommt immerhin noch auf 48 Prozent.

Großes Stühlerücken in den Top Ten
Von den sehr großen Anbietern mit mehr als 100 bewerteten Fonds befinden sich mit Deka, Blackrock und Union Investment immerhin drei in den Top Ten. Alle drei Anbieter konnten im Vergleich zum dritten Quartal 2018 ihre Top-Rating-Quote steigern. Den größten Sprung im Vorjahresvergleich macht Blackrock von Rang 10 (Top-Rating-Quote von 49%) auf aktuell Rang 6 (54%).

Von den aktuell zehn großen Asset Managern mit den meisten Spitzenfonds sind acht erst in diesem oder im vergangenen Jahr in diese Gruppe vorgestoßen. Lediglich Deka und Fidelity verteidigen ihren Platz in den Top Ten seit Längerem. Die Deka eroberte bereits Ende 2017 einen Spitzenrang, und Fidelity behauptet den Platz unter den zehn bestplatzierten Asset Managern sogar bereits seit 2011 – eine herausragende Leistung, so Scope.

Kleine Asset Manager: Lupus Alpha top
Bei den kleinen Asset Managern mit weniger als 25, aber mehr als acht von Scope bewerteten Fonds setzt sich wie bereits im zweiten Quartal dieses Jahres ein Trio vom Rest der Asset Manager ab: Lupus Alpha (Top-Rating-Quote: 88%), Wellington Management (80%) und Degroof Petercam (76%) können jeweils für mehr als drei Viertel ihres Sortiments Spitzen-Noten von Scope vorweisen. Mit Flossbach von Storch, T. Rowe Price und Siemens Fonds Invest schaffen drei weitere Asset Manager eine Top-Rating-Quote von mehr als 60 Prozent (siehe untere Tabelle). 


In Bezug auf die Verweildauer in den Top Ten gilt Ähnliches wie bei den großen Asset Managern. Sieben der zehn aktuell bestplatzierten Boutiquen haben ihren Platz in der Gruppe erst in diesem oder im vergangenen Jahr eingenommen. Drei Asset Manager können jedoch eine längere Historie unter den Top-Asset Managern vorweisen: T. Rowe Price verteidigt seine Top Ten-Platzierung in jedem Quartal seit nunmehr exakt vier Jahren. Comgest kommt sogar auf mehr als fünf Jahre. Den längsten Track Record unter den zehn Besten hat jedoch Wellington. Seit Ende 2013 ist dieser Name ohne Unterbrechung Quartal für Quartal in den Top Ten vertreten. (kb/jb)


Über die Ratingmethode:
Scope bewertet rund 6.000 in Deutschland sowie Österreich zum Vertrieb zugelassene Publikumsfonds (UCITS). Verwaltet werden die Fonds von insgesamt 313 Gesellschaften. Das Anbieter-Ranking sortiert die Gesellschaften nach ihrem Anteil an Fonds mit Top-Rating.

Scope bewertet die Qualität eines Fonds innerhalb seiner Vergleichsgruppe. Das Rating reflektiert unter anderem die langfristige Ertragskraft und die Stabilität der Fondsperformance sowie das Timing- und das Verlustrisiko. Danach werden die Fonds, die mindestens fünf Jahre existieren und zum Vertrieb zugelassen sein müssen, in fünf Stufen von A bis E eingeteilt. Als Top-Rating gelten A- und B-Ratings. Der Quotient aus der Anzahl der Top-Ratings und der Gesamtzahl der Fondsratings eines Asset Managers ergibt dann den Prozentanteil der bestbewerteten Fonds eines Vermögensverwalters.

Um den unterschiedlichen strategischen Ansätzen der Gesellschaften gerecht zu werden, erstellt Scope zwei separate Ranglisten – jeweils eine für "kleine Gesellschaften", die über lediglich acht bis 24 bewertete Fonds verfügen, als auch eine für "große Fondsanbieter" mit mindestens 25 bewerteten Portfolios. Gesellschaften mit insgesamt weniger als acht bewerteten Fonds werden für diese Auswertung nicht berücksichtigt.