Bei der Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA) soll eine "Regulatory Sandbox" im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie eingerichtet werden. Das geht aus einem Bericht zum Finanzausschuss im Parlament hervor. Dabei handelt es sich um ein Aufsichtskonzept, das den Test innovativer Geschäftsmodelle im Einklang mit den aufsichtsrechtlichen Anforderungen ermöglicht. Dazu muss das Finanzmarktaufsichtsbehördengesetz angepasst werden. Die Initiative geht auf den Aktionsplan der Europäischen Kommission zurück, der die Mitgliedstaaten dazu einlädt, solche Bereiche innerhalb der Aufsicht zu schaffen. Das Gesetz soll mit 1. September 2020 in Kraft treten.

Gemäß der Regierungsvorlage kann in der Sandbox unter Rechtsbelehrung der FMA erprobt werden, wie ein in Entwicklung befindliches, innovatives Geschäftsmodell (Sandboxgeschäftsmodell) realisiert werden kann. Dadurch soll sich ein Verständnis über Potentiale und Risiken entwickeln. Konzessionspflichtige Finanz Start-Ups sollen ihr Geschäftsmodell so in enger Zusammenarbeit mit der FMA erarbeiten und dadurch Konzessionen erwerben können, heißt es in dem Bericht. Finanziert werden soll die Sandbox mit 500.000 Euro unter Einbindung eines vom Finanzministerium eingerichteten Beirates. (eml)