Die Preise diverser Vermögenswerte sind in den ersten drei Monaten des Jahres gefallen, zeigt ein selbstentwickelter Index von Flossbach von Storch (FvS). Innerhalb des ersten Quartals 2020 verlor das Vermögen deutscher Haushalte 2,7 Prozent an Wert. Grund ist insbesondere der Preisverfall des deutschen Finanz- und Betriebsvermögens. Das Betriebsvermögen verlor im ersten Quartal 23 Prozent an Wert, sodass die Preise nun auf dem Niveau des Jahres 2016 liegen.

Der größte Anteil des Vermögens privater Haushalte entfällt auf Sachvermögen (79 Prozent), während der Rest dem Finanzvermögen zuzuordnen ist (21 Prozent). Beide Kategorien verloren im ersten Quartal an Wert. Neben dem Betriebsvermögen machte sich die Corona-Krise vor allem bei Aktien bemerkbar. Die Preise für Anteilscheine, die sich im Besitz deutscher Haushalte befinden, fielen innerhalb des ersten Quartals um 21,7 Prozent.

Hausse auf dem Immobilienmarkt setzt sich fort
Auf dem Immobilienmarkt waren die Auswirkungen der Corona-Krise indes zum Ende des ersten Quartals noch nicht ersichtlich. "Immobilienpreise reagieren verhältnismäßig langsam, da zwischen Objektbesichtigung und Vertragsabschluss häufig mehrere Wochen verstreichen", erklären die FvS-Experten. So stiegen die Preise für Immobilien innerhalb der letzten vier Quartale gleichmäßig an. Im Vergleich zum Vorjahresquartal verzeichnete Betongold ein Plus von 6,4 Prozent.

Auch den Preisen für langlebige Verbrauchsgüter sowie für Sammel- und Spekulationsgüter ist die Corona-Pandemie zum Ende des ersten Quartals nicht anzumerken. Langlebige Verbrauchsgüter verteuern sich um 0,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal, Preise für Sammel- und Spekulationsgüter steigen um 1,3 Prozent an. (fp)