Niedrig kaufen, teuer verkaufen: Viele Anleger träumen davon, die richtigen Zeitpunkte abzupassen, um mit exakt getimten Aktienhandel möglichst viel Geld zu machen. Doch das gelingt den wenigsten, warnt der Vermögensverwalter Flossbach von Storch. Auf dem Kapitalmarkt seien vielmehr Geduld und Beharrlichkeit die entscheidenden Tugenden. Das gelte nicht nur für Krisenzeiten. "Wenn es mal so richtig rund läuft, ist Geduld mindestens ebenso gefragt", schreiben die Experten. 

Das zeigte sich vor allem zu Beginn der Corona-Pandemie: Wer im Frühjahr 2020 die Nerven behielt und den Crash aussaß, wurde nur wenige Monate später mit Allzeithoch-Kursen belohnt. Das erste Halbjahr 2021 war für den US-Aktienmarkt sogar eines der zwanzig besten in den vergangenen 94 Jahren. Aktien bleiben auch weiterhin aufgrund der niedrigen Zinsen das Mittel der Wahl, sofern Anleger bereit sind, diese langfristig zu halten, erklären die Vermögensprofis. Kurze Prognosen über Wochen, Quartale oder Kalenderjahre gleichen dagegen stets einer Wette. 

Unternehmensauswahl wichtig
Damit es mit der Geduld auch langfristig klappt, ist ein Vertrauen in die Qualität der Unternehmen, in die Anleger investiert sind, unerlässlich, erklären die Flossbach-Experten. Solche Unternehmen zeichnen sich durch eine solide Finanzierung und durch eine gute Perspektive aus. Auch sollte das Unternehmen der Konkurrenz voraus sein und die Titel nicht überbewertet. "Wer in solche Unternehmen investiert, der kümmert sich nicht ums Tagesgeschäft. Er weiß: Qualität setzt sich durch, in guten wie in schlechten Zeiten", lautet das Flossbach-von-Storch-Fazit. (fp)