Aktien sind ein wichtiger Baustein für die Altersvorsorge. Die Schweden haben das früh erkannt und die kapitalgedeckte Altersvorsorge als Pflichtprogramm in ihr Rentenmodell integriert. Schwedische Arbeitnehmer zahlen 16 Prozent ihres Bruttogehalts in die umlagefinanzierte Rente ein. Weitere 2,5 Prozent müssen sie in eine kapitalgedeckte Anlageform investieren. Dabei können sie entweder aus mehr als 800 Fonds selbst auswählen oder zahlen in den staatlich verwalteten Fonds AP7 ein.

Der Fonds legt das Kapital der Arbeitnehmer bis zum 55. Lebensjahr zu 100 Prozent in Aktien an. Darüber hinaus darf der Pensionsfonds auch in Derivate investieren. "Die Rendite kann sich sehen lassen", sagt Markus Richert, Seniorberater bei Portfolio Concept Vermögensmanagement in Köln. Seit Auflage liegt diese bei durchschnittlich sechs Prozent pro Jahr.

Deutsche Anleger sollten Initiative ergreifen
Rentensysteme, die vermehrt auf Aktien setzen, erzielen im Durchschnitt Erträge von mindestens fünf Prozent. Teilweise sind die Renditen sogar zweistellig. "Die durchschnittlichen Erträge zeigen die langfristige Attraktivität einer aktienorientierten Altersvorsorge", sagt Richert. Deutsche Anleger sollten nicht darauf warten, bis die Regierung aktiv wird. Der Anlageprofi rät dazu, selbst die Initiative zu ergreifen. "Die 2,5 Prozent vom Bruttogehalt sind dabei für einen Aktiensparplan eine solide Vorgabe", sagt der Anlageprofi. (fp)