In einer "Regulatory Sandbox" können Fintechs in Österreich bald ihre Geschäftsmodelle unter der Aufsicht der FMA testen und trainieren, bevor es an den Markt geht. Das Finanzministerium hat gerade das Konzept für einen solchen "Spielplatz" in Begutachtung geschickt, wie es in einer Aussendung des BMF heißt.

"Für einige Unternehmen aus der Fintech-Branche ist es besonders schwierig, von Anfang an alle aufsichtsrechtlichen Regelungen und Entwicklungen im Blick zu behalten. Viele von ihnen geben auf und verwerfen ihre Geschäftsmodelle. Dem wollen wir nun gegensteuern", so Finanzstaatssekretär Hubert Fuchs. Finanzminister Hartwig Löger sagt, die Sandbox soll ein geschützter Entwicklungsrahmen für innovative Unternehmen mit neuen Technologien sein, der die Innovationskraft des Finanzsektors und des Standorts Österreich fördert.

Idee der britischen FCA
Das Konzept dafür wurde bei der britischen Aufsicht, der Financial Conduct Authority (FCA), entwickelt. Ein Experte der FCA war daher auch an der Entwicklung der österreichischen "Regulatory Sandbox" federführend beteiligt, wie es in der Aussendung des BMF heißt.

Um Teilnehmer dieser Sandbox zu werden, muss ein Unternehmen bestimmte Voraussetzungen erfüllen: So ist es erforderlich, dass das Geschäftsmodell auf Informations- und Kommunikationstechnologie (z.B. Blockchain) basiert und einen erhöhten Innovationswert aufweist, der im Interesse eines innovativen Finanzplatzes Österreich ist. Der Entwurf biete aber auch etablierten Finanzunternehmen Zugang, wenn sie beispielsweise gemeinsam mit Start-ups ein neues Geschäftsmodell erproben wollen. (eml)