Wachsen, fusionieren, erwerben oder verschwinden: "Der unaufhaltsame Anstieg der digitalen Zahlungen, ausgelöst durch eine wahre Flut von Finanzinnovationen, bringt unter den Disruptoren der Finanzbranche eine große Konsolidierungswelle ins Rollen", sagt Guy de Blonay, Manager des Fonds Jupiter Financial Innovation. "Mergers & Acquisitions scheinen ein bleibendes Merkmal des Sektors und ein voraussichtlicher Auslöser für steigende Renditen zu werden."

Diese Übernahme-Aktivität wird demnach vor allem von reger Innovationstätigkeit als Reaktion auf den unaufhaltsamen Anstieg digitaler Transaktionen angetrieben. Der globale E-Commerce-Markt soll sich auf 4,2 Billionen US-Dollar bis zum Jahr 2020 entwickeln, eine Steigerung von 55 Prozent gegenüber dem Jahr 2018. Laut dem World Payments Report 2017 stieg die geschätzte Anzahl elektronischer Transaktionen um fast elf Prozent auf über 522 Milliarden im Jahr 2017. 

Disruption im Zahlungsverkehr treibt Fusionen und Übernahmen
Derzeit treiben disruptive Innovationen wie etwa kontaktloses Bezahlen die Konsolidierung der Branche für die Zahlungsverkehrsabwicklung voran. "So können Finanzserviceanbieter wie Fidelity National Information Services vom Aufbau ihres Zahlungsangebots profitieren", sagt de Blonay. Anstatt dies durch den Aufbau einer eigenen Zahlungsplattform zu tun, erwarb das Unternehmen eine der führenden Zahlungsplattformen der USA, Worldpay, im bislang größten Deal im Wert von 43 Milliarden US-Dollar. Auch nicht-traditionelle Finanzunternehmen halten Einzug in den Fintech-Bereich: So hat der US-Cloud-Anbieter Sales-Force das Unternehmen Tableau Software für 15 Milliarden US-Dollar erworben.

Zudem ist der Übernahme-Trend global zu beobachten, und nicht auf die USA beschränkt: "In der Welt außerhalb Nordamerikas wurde die Konsolidierung durch die zügige Einführung von QR-Code-basierten mobilen Zahlungslösungen in China und den Markteintritt von Apple in den Zahlungsverkehr vorangetrieben", sagt de Blonay. (fp)