Frauen und Männer verhalten sich in Sachen Finanzen unterschiedlich, wie das aktuelle Anlegerbarometer der Union Investment zeigt. Die Art und Weise der Finanzberatung soll das aber nicht beeinflussen. 75 Prozent der insgesamt 500 Befragten halten geschlechterbezogene Unterschiede bei der Beratung für unangebracht – das gilt im Übrigen auch für die Gegenseite. 

Deutsche Anleger haben klare Vorstellungen davon, wie das Beratungsgespräch aussehen soll. "Dabei kommt es nicht darauf an, ob der Berater männlich oder weiblich ist, sondern, dass die Beratung auf die Bedarfe zugeschnitten ist", sagt Giovanni Gay, Geschäftsführer bei Union Investment.

Bei den Männern ist der Wunsch nach individueller Beratung größer als bei den Frauen. Während 68 Prozent der Männer großen Wert darauf legen, sind es bei den Frauen mit 63 Prozent etwas weniger. Wichtig ist auch, dass die Kunden verstehen, was der Berater oder die Beraterin gerade erklärt. Weniger Fachchinesisch und mehr einfache Sprache würden die Beratung optimieren. Dem stimmen 61 Prozent der Befragten zu.

Männer sind von ihrem Wissen überzeugt
Allgemein suchen eher Frauen den Expertenrat. Während 62 Prozent der weiblichen Kunden die Beratung in Anspruch nehmen, sind es bei den Männern nur 44 Prozent. Das könnte daran liegen, dass Männer ihre Finanzkenntnisse höher einschätzen als Frauen. Jeder zweite Mann hat bei der Umfrage angegeben, sich gut in Sachen Geld auszukennen. Bei den Frauen ist nur jede Dritte von ihren Kenntnissen überzeugt. (fp)