Trotz der aktuellen Schwächephase der deutschen Industrie sollten Marktteilnehmer nicht allzu pessimistisch in die Zukunft schauen, rät Christian von Engelbrechten, Fondsmanager des Fidelity Germany Fund. Zwar könnte das deutsche Wirtschaftswachstum im zweiten Halbjahr stagnieren – danach sollte es aber wieder bergauf gehen. Das sei vor allem der "anhaltend guten Konsumstimmung" und der "sich aufhellenden Perspektiven für die Industrie" zu verdanken, so von Engelbrechten.

Solange sich der Handelsstreit zwischen China und den USA nicht weiter verschärft, sollten sich Stimmung und Investitionslaune deutscher Unternehmen wieder verbessern. Der Fidelity-Experte hält eine Ausweitung des Konflikts für unwahrscheinlich, da US-Präsident Donald Trump vor den Wahlen 2020 auf eine möglichst stabile Wirtschaft abzielt. Auch die Konjunkturprogramme in China zeigen laut von Engelbrechten langsam Wirkung und könnten die deutsche Wirtschaft positiv beeinflussen. 

Steigende Aktienkurse stimmen optimistisch
Darüber hinaus deute alles darauf hin, "dass sowohl die Fed als auch die EZB an der lockeren Geldpolitik festhalten werden", sagt von Engelbrechten. Aktieninvestments seien deshalb nahezu alternativlos. Die relativ soliden Kursentwicklungen bei Unternehmen wie BASF und Daimler zeigten, dass "das Vertrauen in eine Verbesserung der Lage zunimmt." (fp)