Die Wirtschaftsmeldungen in Zeitungen und Fachmedien drehen sich seit Monaten häufig um die Handelskriege, die US-Präsident Donald Trump überall auf der Welt anzuzetteln scheint. Daher wird auch die Angst vor einer globalen Rezession immer größer.  

Aditya Khowala, Portfoliomanager des FF American Growth Fund, beobachtet dagegen etwas anderes: Die US-Börsen kennen trotz eskalierender Handelskonflikte seit bald zehn Jahren nur eine Richtung – nach oben. "Wir gehen davon aus, dass der Bullenmarkt weiter anhält und zwar auf Sicht der nächsten Jahre, wenn nicht sogar des nächsten Jahrzehnts", so der Fidelity-Manager. "Stabile Konjunkturdaten, ein robustes Gewinnwachstum und steigende Investitionen sind wichtige Indikatoren hierfür", führt er weiter aus. Markus Richert, Seniorberater bei Portfolio Concept Vermögensmanagement in Köln, hat hierzu allerdings eine entgegengesetzte Meinung.

Chancen im Verteidigungssektor
Gleichzeitig schwächt sich Khowalas Analysen zufolge aktuell das Risiko ab, dass das Kursplus fast ausschließlich durch Technologietitel getragen wird. Deren Bewertungen seien inzwischen zwar sehr ambitioniert und würden nicht notwendigerweise die künftigen Wachstumsperspektiven widerspiegeln. Dank der zahlreichen wirtschaftsfreundlichen Maßnahmen der Trump-Administration sei künftig jedoch mit einem breiter aufgestellten Aufschwung zu rechnen.

"Denn die Investitionen werden nicht in Immobilien und traditionelle Infrastruktur, sondern vor allem in die Automatisierung und Digitalisierung fließen", so der Fondsmanager. "Profitieren sollten folglich vor allem Unternehmen mit einem starken US-Exposure und einem großen Disruptionspotenzial. Beispiele sind die Gesundheitsbranche, Industrietitel und der Verteidigungssektor." (jb)