Was für eine Kurs-Explosion: Ein Apple-Anleger staunte nicht schlecht, als seine Aktien Ende vergangener Woche plötzlich über Nacht 23.520 Euro wert waren – am Vortag waren es noch 5.880 Euro gewesen. "300 Prozent Steigerung über Nacht, das schafft ja Bitcoin kaum“, zitiert die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) den Investoren. "Die Apple-Aktie läuft super, aber das erschien mir dann doch zu schön, um wahr zu sein."

Tatsächlich handelte es sich dabei um einen Buchungsfehler, wie die FAZ weiter berichtet. Grund sei der Aktiensplit von Apple. Denn an diesem Montag, dem 31. August, werden aus einer alten Aktie des Tech-Giganten vier neue. Dem Anleger werden dann statt seiner 14 Anteilscheine 56 gehören, nur dass dann jeder einzelne ein Viertel des früheren Werts aufweist. Die Depotbuchung des vierfachen Bestands erfolgte allerdings bereits am Freitag – fälschlicherweise ohne dazugehörige Kurskorrektur. "Das liegt am Ablauf des Computersystems und dürfte eigentlich nicht passieren“, zitiert die FAZ einen Mitarbeiter der Depot führenden Direktbank. Man werde den Fehler zeitnah beheben. 

Betroffener Anleger nimmt’s gelassen
Der Privatinvestor hat den Vorfall laut FAZ gelassen genommen, er sei mit Apple auch so gut gefahren: Schließlich hat sich der Kurs innerhalb von fünf Jahren mehr als vervierfacht, seit Jahresbeginn beträgt das Plus 60 Prozent. Für Apple ist es schon der fünfte Aktiensplit: 1987, 2000 und 2005 bekamen Anteilseigner zwei Aktien je gehaltenem Papier. 2014 wurden aus jedem Titel sogar sieben Aktien.

Begründet werden die Schritte damit, dass man die Anteile so einer breiteren Anlegerschicht zugänglich machen könne. Der aktuelle Aktiensplit betrifft allerdings nicht nur aktuelle und potentielle Apple-Anleger, sondern hat auch massive Auswirkungen auf den Dow-Jones-Index(fp)