Die Beantragung der Familienbeihilfe über FinanzOnline ist ab März benutzerfreundlicher gestaltet, wie das Finanzministerium mitteilt. Es ist nun möglich, Beilagen wie Schulbestätigungen oder Studiennachweise gleich in FinanzOnline hochzuladen. Künftig müssen diese Nachweise also nicht mehr gesondert an die Finanzverwaltung geschickt werden. Auch die optische Gestaltung sei überarbeitet worden, heißt es in einer Aussendung.

Die Familienbeihilfe wird von rund 1,9 Millionen Kindern im Land bezogen. Familienministerium und Finanzministerium arbeiten an einem Programm unter dem Titel "Fabian", das die Familienbeihilfe unkomplizierter machen soll. Derzeit können laut den Angaben unterschiedlichste Fallkonstellationen dazu führen, dass sich für das Jahr 2020 rund 5.400 verschiedene mögliche Familienbeihilfenbeträge je Kind und Monat ergeben. 

Ein weiteres Ziel des Fabian-Projekte ist es, bis 2022 Schnittstellen zu Daten aus Schulen, Universitäten oder Lehrlingsstellen zu schaffen. Eltern müssen dann für den weiteren Bezug der Beihilfe – etwa bei einem Studium – keine weiteren Unterlagen einreichen. In Österreich gibt es seit Mai 2015 die antraglose Familienbeihilfe. Die Eltern der jährlich rund 85.000 geborenen Kinder bekommen seitdem die Familienbeihilfe automatisch überwiesen. (eml)