Nach Daten der Nachrichtenagentur "Bloomberg" hält Ray Dalios Unternehmen Bridgewater Associates inzwischen Short-Positionen im Volumen von 10,5 Milliarden US-Dollar, die gegen die Aktien von 28 europäischen Firmen gerichtet sind. 

Der weltgrößte Hedgefonds hat unter anderem Leerverkäufe beim niederländischen Chipausrüster ASML Holding, der französischen Ölgesellschaft Total Energies, dem Pharmariesen Sanofi und dem Unternehmenssoftwarekonzern SAP offengelegt, die allesamt mehr als 500 Millionen Dollar schwer sind. Vergangene Woche lag das Volumen der Bridgewater-Leerverkäufe noch bei 5,7 Milliarden Dollar.  

Bisheriger Aktien-Abverkauf noch vergleichsweise gering
Bridgewater-Co-Investmentchef Greg Jensen hatte in der Vorwoche im Interview mit "Bloomberg TV" erklärt, der bisherige Abverkauf bei Aktien sei noch gering im Vergleich zu der Rally, die die Börsen in den vergangenen zehn Jahren erlebt hatten. Sowohl in Europa als auch in den USA sei noch einiges an Bewegung möglich. Zu den Europa-Wetten von Bridgewater wollte er sich nicht äußern.

Im Jahr 2020 hatte Bridgewater 14 Milliarden Dollar auf Kursverluste bei europäischen Unternehmen gewettet und 2018 sogar 22 Milliarden Dollar. Die Leerverkäufe könnten insgesamt sogar noch umfangreicher gewesen sein, da Hedgefonds nur ihre größten spekulativen Positionen offenlegen müssen. Ein Sprecher der Anlagegesellschaft, die rund 150 Milliarden Dollar verwaltet, war außerhalb der Bürozeiten nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. (mb/Bloomberg)