Die Griechenland-Krise hat seinerzeit die Nerven vieler Anleger strapaziert, doch immerhin hat der Beinahe-Austritt des Landes auch Gutes bewirkt: Die Euro-Zone hat einer aktuellen Studie der TU München zufolge seit der Staatsschuldenkrise in den Jahren 2010 bis 2012 deutlich an Stabilität gewonnen, meldet Reuters. 

Die Studie nennt als positive Neuerungen den Rettungsfonds ESM, die neue Praxis bei der Überwachung von Banken, die Möglichkeit einer Abwicklung maroder Geldhäuser sowie Maßnahmen der Europäischen Zentralbank. Die jüngste Debatte über höhere Haushaltsdefizite in Italien habe gezeigt, dass die Ansteckungsgefahren in der Euro-Zone mittlerweile eingedämmt seien, schreibt Reuters mit Verweis auf die Studie.

Hoher Bestand an Staatsanleihen in Bankbilanzen bleibt problematisch
Die Studie weist zugleich darauf hin, dass die Euro-Zone an einigen Stellen anfällig bleibe. So gebe es noch immer einen Teufelskreis zwischen hohen Staatsschulden und Problemen der Banken in den jeweiligen Ländern. Der hohe Bestand an heimischen Staatsanleihen in den Bank-Bilanzen, vor allem in Italien und Spanien, sei die Achillesferse des Systems. Hier empfehlen die Experten, Staatsanleihen in den Bilanzen von Finanzinstituten mit Eigenkapital zu unterlegen und damit einen Sicherheitspuffer einzuziehen. "Diese Idee sollte man weiterverfolgen", zitiert Reuters den Studienautor Christoph Kaserer. (fp)