Viele Marktteilnehmer rechnen weiter mit anhaltend hoher Inflation. Jörg Held, Head of Portfolio Management bei Ethenea Independent Investors, hält dagegen: Die Zeichen stünden zunehmend auf Desinflation. Für ihn spricht vieles dafür, dass der Zinsgipfel in Europa bereits erreicht ist. Während die EZB mit harter Rhetorik Erwartungen steuert, zeigen Konjunkturdaten eine Abkühlung. Auch der jüngste Ölpreisanstieg dürfte eher wachstumsdämpfend wirken als inflationstreibend. Gleichzeitig sieht Held in strukturellen Trends wie dem Einsatz von künstlicher Intelligenz zusätzlichen Druck auf Preise. 

Warum sich daraus nach Ansicht von Held "die möglicherweise attraktivste Einstiegsgelegenheit seit Jahren" ergibt – insbesondere am langen Ende der Zinskurve mit wieder höheren Renditen – zeigen wir in unserer Fotostrecke. (mb)