Geldanlage, die gleichzeitig Gutes in der Welt bewegt, erfreut sich bei Anlegern immer größerer Beliebtheit. So hat sich Impact Investing von einer Nischenanlageform zu einem breit genutzten Ansatz gemausert: Das Emissionsvolumen von Impact Bonds etwa ist von 50 Milliarden US-Dollar im Jahr 2015 auf 500 Milliarden US-Dollar im Jahr 2021 gestiegen. Grund dafür ist zum einen die immer höhere Priorisierung der Anleger von Umwelt- und Gesellschaftsfaktoren, zum anderen der steigende regulatorische Druck auf einige Sektoren sowie die Eigeninitiative vieler Unternehmen, erklärt Joshua Kendall, Leiter Responsible Investment Research and Stewardship beim Vermögensverwalter Insight Investment.

Trotz der steigenden Akzeptanz von Impact Investments warnt der Vermögensprofi vor "Impact Washing". "Die Standards für die Offenlegung können durchaus noch ziemlich lax sein", erklärt er. "Das begünstigt das 'Impact Washing' massiv, indem Emittenten sich impactfokussiert geben, aber nur geringe positive Wirkung nachweisen können." Das erschwere wiederum die Vergleichbarkeit der ausgegebenen Impact-Papiere. Kendall moniert außerdem, dass es bei der Prüfung des Verwendungszwecks der Anleiheerlöse an einheitlichen Reportings fehlt. Erste Versuche, einheitliche Standards zu setzen gibt es immerhin bereits, so etwa die freiwilligen Grundsätze der International Capital Market Association. (fp)