Schon Mitte der 1990er-Jahre zeichnete sich ab, dass sich mit dem Internet ein neuer Megatrend anbahnt. Damals hatten viele Gesellschaften herausragende Ideen, verdienten anfänglich aber kein Geld. Heute ist es völlig normal, online zu sein: 2018 ist die Zahl der Internetnutzer weltweit auf mehr als vier Milliarden gestiegen. Damit ist erstmals mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung im Netz. Gleichzeitig haben sich viele Geschäftsmodelle etabliert, und Online-Spezialisten wie Google, Amazon & Co. gehören zu den weltweit wertvollsten Unternehmen. Experten gehen davon aus, dass die globale Datenmenge bis 2025 auf 175 Zettabyte steigen wird. Ein Zettabyte sind 1.000.000.000.000.000.000.000 Bytes – Speicherplatz für rund 110 Milliarden HD-Filme von jeweils zwei Stunden Länge.

Megatrends wie das Internet sind also mehr als Modeerscheinungen. Es geht dabei um Innovationen, die auf lange Sicht selbst oder auch zusammen mit weiteren Entwicklungen das Potenzial haben, eine bestehende Technologie, ein Produkt oder eine Dienstleistung in naher Zukunft möglicherweise komplett oder teilweise zu verdrängen. Geprägt wurde der Begriff des Megatrends bereits in den 1980er-Jahren von dem Begründer der modernen Zukunftsforschung, John Naisbitt. In seinem Bestseller "Megatrends – Ten New Directions Transforming Our Lives" beschrieb er damit Trends, die gesellschaftlich grundlegende und vor allem langfristige Veränderungen einläuten.

Megatrends beeinflussen nicht nur unser tägliches Leben, sondern auch die Art und Weise, wie unser Kapital angelegt wird, schreibt die Erste Bank in ihren "Investment News" – fünf Beispiele finden Sie in unserer Fotostrecke oben. (mb)