Anleger suchen angesichts der aktuellen Krise Zuflucht in Bargeld. Investoren auf der ganzen Welt haben 4,6 Billionen Dollar (4,8 Billionen Euro) in US-Geldmarktfonds gebunkert, während Fonds, die in Anleihen mit sehr kurzen Laufzeiten investieren, derzeit etwa 150 Milliarden Dollar (155,6 Mrd. Euro) halten. Und der Barmittelberg wächst weiter: In der Woche bis zum 21. September wurden nach Angaben des Analysehauses EPFR Global 30 Milliarden Dollar (31,1 Mrd. Euro) in Barmittel umgeschichtet.

"Ich glaube nicht, dass jetzt die Zeit ist, die Heldin zu spielen", sagte Barbara Ann Bernard, Gründerin des Hedgefonds Wincrest Capital. "Der Grund, warum ich so viel Bargeld halte, ist, dass ich einfach überleben und das Jahr positiv abschließen möchte. Das Umfeld wird noch eine Weile schwierig bleiben."

Geldmarktfonds erwirtschaften wieder Renditen
Neben der Funktion als sicherem Hafen in Krisenzeiten sind die gestiegenen Renditen der Geldmarktfonds ein weiterer Grund für die Anleger, ihr Kapital dort zu parken. Der überwiegende Teil der Portfolios erwirtschaftet heute eine Rendite von über zwei Prozent, wobei einige Fonds sogar drei, vier oder mehr Prozent bringen. Daher haben die Investoren wenig Eile, ihr Kapital in risikoreichere Anlagen zu investieren, obgleich die Kurse auf einem Mehrjahrestief liegen. (Bloomberg/jb)