Gewinnmitnahmen haben Technologieaktien in den vergangenen Wochen zugesetzt. Weitere Verluste sind nicht ausgeschlossen, sagt Jacques-Aurélien Marcireau, Deputy CIO Equities bei Edmond de Rothschild Asset Management (EdRAM). Gleichzeitig weist er darauf hin, dass Big Data nach wie vor spannende Anlagechancen bietet – die keineswegs auf die Technologiebranche beschränkt sind.

Große Technologieunternehmen waren zwar die Ersten, die sich mit riesigen Datenmengen befassten. Branchengrößen wie IBM, Cisco und Microsoft investieren seit Jahren massiv in Rechenzentren und bieten mittlerweile Lösungen für ganze Industriezweige an. "Doch auch außerhalb des Technologiesektors verändert die Datenverarbeitung zahlreiche traditionelle Branchen", so Marcireau.

Daten sind überall
Big Data hilft bei der Wartung von Industrieanlagen und erhöht die Energieeffizienz. Es wird von Banken genutzt, von Versicherern, Automobilherstellern und Gesundheitsunternehmen. Der EdRAM-Experte ist überzeugt: Für Anleger führt kein Weg an Big Data als strategisches Anlagethema vorbei.

Infrastrukturanbieter, die Daten liefern, sind oft außerhalb des Technologiesektors zu finden und nicht so hoch bewertet wie viele Tech-Firmen. Mit einer vernünftigen Anlagestrategie dürfte Big Data nicht zuletzt deshalb dauerhaft zu einer soliden Wertentwicklung des Portfolios beitragen, sagt Marcireau. (fp)