Das Jahr 2018 war unterm Strich ein schwieriges für Anleger, aber auch für die Anbieter von rechnergestützen Vermögensverwaltungslösungen. Die Ergebnisse des Echtgeld-Tests auf Brokervergleich.de zeigen: Alle elf Anbieter im Feld lagen zum Jahresende im Minus. Über zwölf Monate wiesen sie durchschnittlich eine Wertentwicklung zwischen minus 3,6 und minus 8,1 Prozent auf. Den von Brokervergleich als Messlatte zur Hilfe genommenen Vergleichsindex, der einem hälftig aus globalen Aktien und Anleihen zusammengesetzten Mischfonds entspricht und der 2018 mit einem Minus von 3,4 beendete, übersprang damit nicht ein einziger Wettbewerber.

Dabei waren die Robo-Advisor sehr unterschiedlich aktiv, was die Zahl der Käufe und Verkäufe von Depotbestandteilen angeht. "Während Ginmon 2018 lediglich einen einzigen Kauf tätigte, waren es bei Whitebox satte 209", heißt es in dem Bericht. 

Februar-Crash tat besonders weh
Viele der von Algorithmen getriebenen Portfolios hatten bisher selten schwierige Börsenphasen zu überstehen und daher erkennbar mit dem turbulenten Börsenjahr 2018 zu kämpfen. Zum Beispiel im Februar, als der US-Leitindex Dow Jones an nur einem Tag um 1.600 Punkte einbrach. Menschliche Anlageprofis bewahrten vielfach Ruhe. Die Robo-Advisor verloren erst die Nerven und ihre Portfolios dann deutlich an Wert. (fp)