Marktexperten sind sich einig: Die Inflation kommt, getrieben von den massiven fiskalischen Hilfspaketen der Zentralbanken. Die Analysten des Vermögensverwalters DWS gehen jedoch davon aus, dass die inflationären Folgen relativ harmlos sein werden, "da sie durch die schwachen Arbeitsmärkte und eine geordnete Rückführung der geldpolitischen Anreize im Zaum gehalten werden." Um sich dennoch vor der Inflation zu schützen, haben Anleger laut den Experten verschiedene Optionen, wie etwa Investitionen in inflationsgeschützte Anleihen und Rohstoffe, aber auch Immobilien. 

Quellen: Refinitiv und DWS Investment GmbH; Stand: 22.03.2021

"Gewerbeimmobilien sind als potenzielle Absicherung jedenfalls einen Blick wert, sollten die Inflationsängste weiter eskalieren", sagen die DWS-Analysten. Vor allem US-amerikanische Immobilien wiesen in den vergangenen Jahren eine starke Korrelation zur Inflation auf. "Die Mieten reagieren typischerweise positiv auf die Inflation, da einerseits die besser verdienenden Gewerbetreibenden die nominale Nachfrage erhöhen und andererseits höhere Baukosten das Angebot einschränken", sagen die DWS-Experten. Mit der Zeit würden sich die Immobilienpreise den Wiederbeschaffungskosten annähern, die direkt an die Inflation gebunden sind. 

Inflationsraten bilden Sorgen ab
Es sei kaum zu bestreiten, dass die Hilfsprogramme, die von der Fed monetarisiert würden, die Wirtschaft überhitzen könnten. Ein aktuelles Beispiel sei der akute Halbleitermangel, der sich durch die Lieferketten vieler Industrien, einschließlich der Automobilhersteller, zöge und einige Endverbraucherpreise nach oben treiben könnte. "Die implizierten Inflationsraten scheinen diese Sorgen abzubilden – sie steigen seit einigen Wochen stetig an", beobachten die Experten. (fp)