Von gestern Nachmittag bis in die Morgenstunden wurde verhandelt: Nach vier schwierigen und von heftigen Protesten und Kundgebungen begleiteten Verhandlungsrunden, schafften die Arbeitgeber der Kreditwirtschaft und die zuständige Gewerkschaft (GPA-djp) in der fünften Runde nun einen Abschluss. Die rund 75.000 Beschäftigten der Finanzbranche erhalten eine Erhöhung der kollektivvertraglichen Mindestgehälter um 2,45 Prozent plus neun Euro Fixbetrag. Das teilen die Banken in einer Aussendung mit.

Dazu werden die Lehrlingsentschädigungen ab 1.4.2018 linear um 2,8 Prozent und die kollektivvertraglichen Kinderzulagen um 2,55 Prozent erhöht. In Summe ergebe der Abschluss eine durchschnittliche Gehaltssteigerung von 2,76 Prozent mit Rückwirkung ab 1. April 2018 für die nächsten zwölf Monate. Die Arbeitnehmerseite hatte mit den guten wirtschaftlichen Daten und Rekordgewinnen bei den Banken argumentiert und 4,6 Prozent gefordert.

Außerdem wird es weitere Gespräche zur Mitarbeiterqualifizierung geben. Es wurde vereinbart, "Sektor übergreifende Gespräche zum Thema 'Recht auf und Zeit für Qualifizierung' aufzunehmen", teilt die Gewerkschaft mit. (eml)