"Viele vergleichen die Krise mit der Finanzkrise von 2008/2009. Da sie auf exogene Einflüsse zurückzuführen ist, lässt sie sich damit aber nicht gleichsetzen. Allerdings war die Finanzkrise eine Blaupause dafür, wie auf globale Krisen reagiert werden kann", meint Thorsten Schrieber, Vertriebsvorstand der DJE Kapital. Zugleich habe man mit einer Virus-induzierten Krise an sich noch keine wirklichen Erfahrungen. "Sars 2002/2003 war nur ein vergleichsweise kleiner Vorbote und wurde eher als asiatisches, lokales Problem gesehen."

Allerdings gibt es laut Schrieber ein historisches Muster – und das ist das Jahr 1918. Die "Spanische Grippe" hatte in zwei Wellen über 50 Millionen Opfer gekostet, überlagert vom ersten Weltkrieg. Dennoch: Von Globalisierung war damals natürlich noch nicht die Rede und die Vernetzung der Wirtschaft nicht vergleichbar wie heute.

Insofern könne man nur wenig Rückschlüsse aus dieser Zeit für die heutige Wirtschafts- und Börsenentwicklung ableiten. Schrieber versucht dennoch, denkbare Szenarien für die aktuelle Lage zu entwickeln – klicken Sie sich durch unsere Fotostrecke oben. (mb)