Viele Menschen haben die Covid-19-bedingte Zwangspause im März und April genutzt, um sich ein Haustier anzuschaffen. Beleg: Die Preise für Hundewelpen und Jungkatzen zogen in Corona-Zeiten mächtig an. Das verschafft nun auch dem Markt für Haustierbedarf einen Schub, beobachtet Jörg Dehning, Analyst für den Sektor Food & Beverage bei der DJE Kapital AG.

Viele Menschen sehen ihr Haustier als vollwertiges Familienmitglied an und sind bereit, immer mehr Geld für das Wohl ihrer Lieblinge in die Hand zu nehmen. In den vergangenen fünf Jahren sind die Ausgaben jährlich im Durchschnitt um sechs Prozent gewachsen. Marktbeobachter rechnen damit, dass sich das Wachstum in den Folgequartalen in ähnlicher Stärke fortsetzt. "Hauptprofiteur dieser Wachstumsdynamik sind unweigerlich die Futtermittelproduzenten", erklärt Dehning. Auf sie entfallen etwa 40 Prozent aller Ausgaben für den Haustierbedarf.

Premiumfutter statt Billigware
In den USA wird der meiste Umsatz mit Hundefutter generiert. Katzennahrung macht hingegen "nur" etwa 33 Prozent des Marktvolumens aus, andere Tierarten sind quasi vernachlässigbar. Investoren sollten aber nicht nur darauf achten, welche Tiere die Anbieter schwerpunktmäßig bedienen, sondern auch auf die Produktpositionierung schauen, rät der Experte. So wachsen Premiumangebote mit besonderem Gesundheitsversprechen sowie Bio-Sortimente deutlich schneller als Billigware, trotz höherer Absatzpreise. "Selbst chinesische Haustierbesitzer sind gewillt, qualitatives und teures Importfutter zu kaufen", sagt Dehning. (fp)