Großbritanniens Finanzministerium hat in einem Dokument die Einrichtung einer Task Force für digitales Zentralbankgeld (Central Bank Digital Currency – CBDC) in Zusammenarbeit mit der britischen Notenbank angekündigt, berichtet das Fachportal "Cointelegraph". Den Vorsitz übernehmen Jon Cunliffe, stellvertretender Gouverneur der Bank von England, und Katharine Braddick, Generaldirektorin für Finanzdienstleistungen im britischen Finanzministerium. Die Task Force soll alle relevanten gesetzlichen Stellen in Großbritannien in Bezug auf die CBDC-Entwicklung zusammenführen, heißt es in dem Dokument.

Brexit bietet Chance für Neugestaltung des britischen Finanzdienstleistungssektors
Dieses Vorgehen deutet darauf hin, dass die Regierung in London sich im Zuge des Brexits nun auf digitale Währungen und Fintech konzentriert. Schatzkanzler Rishi Sunak erklärte Ende des Vorjahres, der Brexit biete Großbritannien eine Chance, seinen Finanzdienstleistungssektor neu zu gestalten. Sunak hat seit dem Ausscheiden Großbritanniens aus der Europäischen Union den politischen Wandel hin zur Nutzung neuartiger Fintech-Innovationen wie einer CBDC und Stablecoins überwacht.

Der Fokus des britischen Finanzmarktes liege auch auf Distributed-Ledger-Technologiefirmen, berichtet die Nachrichtenagentur "Reuters". Zu Wochenbeginn gab Sunak im Rahmen einer Konferenz der Finanzindustrie bekannt, die Regierung wolle einen Fintech-Sandkasten für Blockchain-Start-ups einrichten. (mb)