Wer glaubt, die Deutschen seinen wegen der Pandemie knapp bei Kasse, liegt falsch. Das Gegenteil ist der Fall: Laut der Deutschen Bundesbank ist das Geldvermögen der Deutschen so hoch wie noch nie, lässt man die Zeit der Hyperinflation in den 1920er Jahren außen vor. Zwar hätten sich die Börsenturbulenzen im März auch kurzfristig im Vermögen der Privatanleger niedergeschlagen. Aber schon Ende des zweiten Quartals hätte das Geldvermögen mit 6,63 Billionen Euro einen neuen Höchststand erreicht, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ). 

Die "treibende Kraft" für den Anstieg des Vermögens der Deutschen sei die schnelle Erholung an den Märkten seit dem Crash im März gewesen, heißt es in der Studie. Von Bewertungsgewinnen profitierten auch Investmentfonds, die um 64 Milliarden Euro, also 10,6 Prozent, zulegten. Außerdem stockten die Haushalte ihre Anlagen in Bargeld und Einlagen bei Banken um 72 Milliarden Euro auf, berichtet die FAZ.

Auf der hohen Kante
Auch die klassischen Sparer halten mehr Bargeld und Einlagen, etwa auf Girokonten, als je zuvor. Das reine Sparen ohne Bewertungsgewinne habe im zweiten Quartal mit 109 Milliarden Euro einen historischen Höchststand erreicht, so die FAZ.  Ihre Anlagen in Sparbriefe und Spareinlagen hätten die Bundesbürger zumindest weniger reduziert als im Vorquartal. Nettokäufe von Aktien und anderen Anteilsrechten waren mit 16 Milliarden Euro ebenfalls ein wichtiger Faktor. (fp)