500.000 Euro sind eine Menge Geld – aber keine unerreichbare Summe. Drei von vier Deutschen geben in einer aktuellen Umfrage der Postbank an, dass sie dieses Ziel für durchaus realistisch halten. Doch bei der Frage, wie man am besten zu einem solchen Vermögen kommt, gehen die Meinungen auseinander.

Gleich vorweg: Die Geldanlage landet weit abgeschlagen auf dem fünften Platz der vielversprechendsten Strategien. Lediglich sieben Prozent der Befragten sehen in Aktien und Fonds den Schlüssel zum Vermögensaufbau. Nur das Sparen überzeugt als Strategie noch weniger. Diesen Weg wollen nur sechs Prozent der Umfrageteilnehmer beschreiten, um zu Vermögen zu gelangen. Dagegen ist das Vertrauen ins Glückspiel ungebrochen. "Im Lotto gewinnen" halten 19 Prozent der Befragten für eine Möglichkeit, an Vermögen zu kommen. "Erben" erhält neun Prozent aller Stimmen.

Junge Menschen schwören auf Immobilien
Als Königsweg zur finanziellen Sicherheit gilt der Umfrage zufolge der Besitz von Immobilien. Jeder Vierte (26 Prozent) ist überzeugt, dass ihm Wohneigentum zu einem Vermögen von einer halben Millionen Euro verhelfen könnte. Von den Befragten zwischen 16 und 29 Jahren ist es sogar jeder Dritte. Die steigenden Immobilienpreise stützen diese Einschätzung: "In vielen Regionen gewinnen Immobilien stetig an Wert, dies betrifft mittlerweile nicht nur die Ballungsräume und ihre Speckgürtel, sondern auch viele ländliche Gebiete", sagt Jörg Koschate, Finanzexperte der Postbank.

Viele Menschen sind zuversichtlich, dass sie von dieser Entwicklung profitieren können – allen voran junge Deutsche. Zwar können sie die hohen Eigenkapitalanforderungen eines Immobilienkaufs meist nicht stemmen, aber "sie haben noch einen verhältnismäßig langen Anlagehorizont, der sie optimistisch stimmt", sagt Koschate. (fp)