Aktien, ETFs, ETPs und Publikumsfonds bekommen ab kommendem Montag (29. November) an der Börse Frankfurt verlängerte Handelszeiten. Anleger können die Wertpapiere dann, anders als bislang, um zwei Stunden länger bis 22:00 Uhr handeln. Damit reagiert die Deutsche Börse auf den zunehmenden Wettbewerb unter den globalen Kapitalmärkten, berichtet der Nachrichtendienst "Reuters". Dank der längeren Handelszeiten können Anleger nun laut Angaben der Börse Frankfurt "unter anderem am späten Abend auf Ereignisse an den US-Märkten reagieren".

Wegen der sechsstündigen Zeitverschiebung macht die Wall Street aus mitteleuropäischer Sicht erst um 22 Uhr dicht. Über die Plattform "Tradegate", an der die Deutsche Börse mehrheitlich beteiligt ist, können Aktionäre nun bis spät in den Abend hinein Wertpapiere aus den USA handeln. Möglich ist das dank einer neu eingeführten Wertpapier-Abwicklungs-Plattform namens "C7 SCS". Einigen Börsianern geht der Schritt allerdings nicht weit genug, schreibt "Reuters". Sie wünschen sich auch die Ausdehnung der Handelszeiten bei der elektronischen Börsen-Plattform Xetra. Dort läuft das Trading weiterhin von 9:00 bis 17:30 Uhr. (fp)