Deutschlands Geldinstitute sind sich uneins beim Vorschlag von Finanzminister Scholz zu einer gemeinsamen Einlagensicherung in Europa, berichtet "welt.de". Während die Deutsche Bank dafür kämpft, sind Genossen und Sparkassen strikt dagegen. Derzeit diskutieren Experten auf der "Euro Finance Week" in Frankfurt über die Zukunft des europäischen Bankensektors.

Und das durchaus lebhaft: "Es muss jeder für sich selbst wissen, ob man sich zufrieden gibt, im eigenen Vorgarten die Gartenzwerge zu zählen, oder ob man größer denkt", zitiert der Artikel Karl von Rohr, Vize-Chef der Deutschen Bank. Die Bankenunion helfe, in Europa einen größeren Markt entstehen zu lassen, und das sei entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Amerika und China.

Unterstützung für gemeinsame Einlagensicherung
Rohr bekam zudem Unterstützung von einer Konkurrentin, berichtet welt.de weiter. Carola von Schmettow, Vorstandssprecherin der HSBC Deutschland, unterstützt den Vorschlag des Bundesfinanzministers demnach ebenfalls, und auch sie sieht darin eine Voraussetzung, dass Europas Banken global wettbewerbsfähig sein können. "Wir brauchen europäische Champions", sagte sie. 

Auch Bundesbank-Vorstand Sabine Mauderer äußerte sich demnach positiv: "Der Vorschlag von Finanzminister Olaf Scholz bringt neuen Schwung in die Diskussion – das ist genau das, was wir brauchen", so welt.de. Europa müsse enger zusammenwachsen, zumal sich andere Märkte zunehmend abschotteten. Daher sei eine Banken- und Kapitalmarktunion wichtig. "Zu einer echten Bankenunion gehört aber auch eine gemeinsame Einlagensicherung", sagte Mauderer demnach. (fp)