Das Invesco Thanksgiving Investment Forum feierte am 27. November im Park Hyatt Vienna seine zehnte Auflage. Das Vortragsprogramm lockte erneut zahlreiche professionelle Marktteilnehmer und Berater an. Neben Einblicken in Nebenwerte und künstliche Intelligenz eröffnete ein weiterer Höhepunkt den Tag: Paul Jackson, Global Head of Asset Allocation bei Invesco, präsentierte unter dem Titel "A Barbell Approach to Risk" seinen umfangreichen Marktausblick auf das neue Anlagejahr 2026.

Warum Anleger 2026 zweigleisig fahren müssen
Jackson attestierte dem laufenden Jahr eine ungewöhnlich breite Stärke über nahezu alle Anlageklassen hinweg: Gold führte mit knapp 65 Prozent Wertzuwachs, gefolgt von globalen Aktien und REITs. Für 2026 sieht er ein gemischtes Bild aus Chancen und Risiken. Rückenwind könnten ein mögliches Urteil des US-Supreme-Courts gegen Trumps Zölle, zusätzliche Kaufkraftimpulse in den USA sowie Produktivitätsschübe durch KI bringen. Belastend könnten hingegen eine konjunkturelle Abkühlung, höhere Inflation, die extreme Konzentration von Tech-Aktien und steigende Staatsschulden wirken. 

Bewertungsseitig hält Jackson US-Aktien und High Yield für teuer, während Cash, Staatsanleihen, CLOs und Bank Loans attraktiver erscheinen. Besonders günstig bewertet er Japan und China, während Edelmetalle und Bitcoin aus seiner Sicht deutlich über historischen Niveaus liegen. Vor diesem Hintergrund empfiehlt Jackson einen Barbell-Ansatz: eine Kombination aus defensiven und offensiven Segmenten wie CLOs, Bank Loans, globale Aktien ex USA, REITs und Industriemetallen. (aa)