Der Ausbruch der Corona-Pandemie hinterlässt starke Spuren in der österreichischen Fondsbranche. Die inländischen Gesellschaften verwalteten Ende des ersten Quartals 2020 Vermögenswerte von rund 174 Milliarden Euro. Damit fiel das Fondsvermögen in den ersten drei Monaten des Jahres um 10,6 Prozent beziehungsweise um 20,7 Milliarden Euro. Ausgelöst wurde der Rückgang durch die insbesondere gegen Ende des Quartals sehr starken Kapitalmarktturbulenzen im Umfeld der Corona-Pandemie. Das geht aus dem soeben veröffentlichten Quartalsbericht der Finanzmarktaufsicht FMA zum Asset Management hervor.

Hohe Rückgänge bei Aktienfonds
Der Rückgang ging zu 2,2 Milliarden Euro auf Nettomittelabflüsse zurück. Der Rest auf Kurswertverluste. Gegliedert nach Anlagestrategie waren die Verluste bei den 328 Aktienfonds mit minus 26,0 Prozent (auf 24,4 Milliarden Euro), bei den 1.114 Mischfonds mit minus 8,4 Prozent (auf 76,5 Milliarden Euro) sowie den 435 Rentenfonds mit minus 8,1 Prozent (auf 57,1 Milliarden Euro) am höchsten.

Gut hielten sich in dieser schwierigen Situation die 53 kurzfristigen Rentenfonds mit minus 1,8 Prozent (5,9 Milliarden Euro), die 18 Immobilienfonds mit plus 0,3 Prozent (9,4 Milliarden Euro), sowie die 33 Private Equity Fonds (0,6 Milliarden Euro), und die 39 sonstige Fonds (0,4 Milliarden Euro), die in etwa gleichgeblieben sind.

"Insbesondere der Monat März, indem eine Reihe von EU-Staaten – so auch Österreich - einen Shut Down des Wirtschafts- und Gesellschaftslebens verordnet haben, löste an den Börsen Turbulenzen aus, die die Asset Manager vor große Herausforderungen stellten," so der Vorstand der FMA, Helmut Ettl und Eduard Müller. (eml)