Das Schifffahrtsunternehmen Moller Maersk, der Welt größte Linienreederei, warnt vor einem Einbruch der globalen Containerverkehre, nachdem sie fürs erste Quartal wegen der Corona-Pandemie stagnierende Einnahmen verzeichnet hatte. Auch für das zweite Quartal erwarte er einen Rückgang des Volumens in allen Geschäftsbereichen, sagt Vorstand Soren Skou gegenüber der Nachrichtenagentur Reuter, "möglicherweise um 20 bis 25 Prozent."

Anstatt eines Wachstums von prognostizierten ein bis drei Prozent, so die Erwartung des Frachtriesen, wird wohl mit einem deutlichen Rückgang der weltweiten Nachfrage nach Containern zu rechnen sein. Um die Frachtraten stabil zu halten, hat das Unternehmen schon 90 Fahrten abgesagt, bis Juni rechnet Maersk mit 140 weiteren Stornierungen.

 

 

 

Indikator des globalen Handels: Der Containerumschlag
Das Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik erstellt zusammen mit dem RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung einen monatlichen Index, der die Entwicklung der weltweiten Containerumschläge abbildet. Er gilt als verlässlicher Indikator für die zukünftige Entwicklung des Welthandels. (tw)